Katastrophenschutz im Kreis Stormarn

Am Donnerstag, den 3. September, hat die SPD Stormarn in Bad Oldesloe eine Veranstaltung zum Thema Sicherheit und Bevölkerungsschutz organisiert. Die zentrale Frage: Wie gut ist der Kreis Stormarn auf Katastrophen vorbereitet? Die Antwort: Es kommt auf uns alle an – auch auf dich!

Ein Punkt wurde an diesem Abend besonders klar: Das Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamt ist unverzichtbar. Diese Strukturen müssen gepflegt und ausgebaut werden.

Andreas Rehberg, Leiter Katastrophenschutz und Gefahrenabwehr sagt:

Du musst kein Profi sein, um mitzumachen. Jeder kann helfen – und jeder ist willkommen.

Eigenfürsorge: Bereite dich vor – für dich und andere

Im Kreis Stormarn leben 250.000 Menschen – und jeder sollte an seine Eigenvorsorge denken. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt praktische Tipps um im Ernstfall 3,5 oder gar 10 Tage versorgt zu sein. Die Broschüre kannst du dir unter www.bbk.bund.de/vorsorge herunterladen. Ein paar Tipps aus der Broschüre was jeder Haushalt bevorraten sollte:

  • 30l Wasser für einen 3-Personen Haushalt für 5 Tage
  • haltbare Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen
  • etwas Bargeld für den Notfall 

Jennifer Wlost hat in ihrem Vortrag gezeigt, das die Anforderungen an den Katastrophenschutz sich ändern. Der Klimawandel bringt öfter Starkregen und schwere Stürme, es gibt Anschläge auf die Stromversorgung, das zeigt – unsere Warnsysteme müssen resilienter werden. 

Aber was tun wenn alle Netze ausfallen?

Der ASB (Arbeiter Samariter Bund) bietet eine Qualifikation als NIP-Helfer:in an. 

Was ist ein NIP?

Ein Notfallinformationspunkt ist eine Anlaufstelle vor Ort, wenn Telefon, Internet oder Mobilfunk nicht mehr funktionieren.

In 28 Unterrichtseinheiten lernst du:

Erste Hilfe in Krisensituationen

Strukturiertes Handeln im Ernstfall

Verlässliche Kommunikation – auch ohne Handy oder Internet

Der Abend hat eines gezeigt: Ein Notfall muss keine Katastrophe sein – wenn wir vorbereitet sind. Egal, ob durch Eigenvorsorge, Engagement im Ehrenamt oder eine Qualifikation als NIP-Helfer:in – jeder Schritt zählt.