Wie geht es dem Einzelhandel in Ahrensburg?

Veröffentlicht am 19.09.2020 in Abgeordnete

Am Montag habe ich mir einen Eindruck von der wirtschaftlichen Lage in der Innenstadt von Ahrensburg verschafft. In verschiedenen Läden fragte ich nach, wie sich die Corona-Maßnahmen auf den Alltag der Geschäfte ausgewirkt hat und wie die derzeitige Lage eingeschätzt w

Es ist ein sehr gemischtes Bild. Erfreulich ist, dass viele meiner Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner wirtschaftlich auf einem guten Weg sind. Zum Teil konnte sie sogar das Vorjahresniveau erreichen. Bei anderen sind die Sorgen nach wie vor groß. Einige Entscheidungen der Politik aus der Anfangsphase stießen auf Kritik: Warum eine Drogerie Bücher verkaufen durfte, aber ein Buchladen schließen musste, wurde ich gefragt. Das ist in der Tat schwer vermittelbar. Die Politik muss daraus lernen.

Auf der Tour in der Innenstadt von Ahrensburg habe ich einige Läden und Gewerbe besucht und mich über die Auswirkungen von Corona informiert (© Bild: Tobias von Pein).

Auf meiner Tour konnte ich auch Neues lernen: Die Erkenntnis, dass die fehlenden Party- und Veranstaltungsangebote offenbar einen Einfluss auf den Umsatz von Friseurläden haben, war mir neu aber ist plausibel. Aber nicht nur die „Styling-Branche“ leiden unter den Einschränkungen im Bereich der Kultur- und Veranstaltungsbranche – hierzu zählen beispielswiese auch Messen. Es wird noch einmal deutlich, dass wir diesen Bereich unserer Wirtschaft weiter im Blick haben müssen: Viele weitere Branchen sind eng verbunden mit dem Kultur- und Veranstaltungsbereich.

Aus den guten Gesprächen von heute habe ich nicht nur eine gute, aber auch kritische Einschätzung der vergangenen Maßnahmen mitgenommen, sondern auch aktuelle Punkte. Ich wurde zum Beispiel gefragt, ob die Regelung zur Anzahl von Menschen angepasst werden können, die sich in einem Laden aufhalten dürfen. Natürlich wurde auch nach weiteren wirtschaftlichen Hilfen für kleine Läden und Gewerbe gesprochen – ich nehme in meine Arbeit nach Kiel mit, dass es hier weiterhin Bedarf gibt. Denn wenn Selbständige ihre Rente antasten müssen, um die Corona bedingten Einbußen wett zu machen, liegt noch einiges an Arbeit vor uns.

Bei meiner Tour war ich unter anderem bei Frank und Daniela Hinkelmann (Druck + Satz Hinkelmann, Ahrensburg) – wir haben uns über die wirtschaftliche Lage in Zeiten von Corona unterhallten.

Auch typische Ahrensburger Themen wurden mehrfach angesprochen: Das Parkplatzproblem und die hohen Mieten für Wohnraum und Gewerbeflächen in der Innenstadt nerven die Unternehmer. Das kann ich gut verstehen. Die SPD in Ahrensburg ist an den Themen dran.

 
 

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