04.10.2020 in Kommunalpolitik

Perspektiven statt „Stadtgeld“

 

"Unsere Innenstadt braucht Perspektiven, kein „Stadtgeld“" von Stephan Lamprecht.

Die Diskussion über das Ahrensburger Stadtgeld schlägt Wellen. Noch ist unklar, wie dieses „Geschenk“ an Bürger und Handel finanziert wird. Von den Befürwortern hieß es auf der Sitzung des Hauptausschusses, „es heile die Pandemie”. Vor lauter Aktionismus vergaßen CDU und GRÜNE allerdings mit denen zu sprechen, denen geholfen werden soll: Handel und Gastronomie in der Innenstadt. Als Handelsjournalist weiß ich aus meiner täglichen Arbeit, dass Kunden leider nicht aus Lokalpatriotismus kaufen. Das belegen erfolglose Initiativen von lokalen Online-Marktplätzen. Die harten Kaufargumente bleiben Auswahl, Preis und Erlebnis. Corona hat in brutalster Weise strukturelle Probleme des lokalen Handels offengelegt. Nicht nur in Ahrensburg.

Das „Stadtgeld“ mag kurzfristig Liquidität in die Kassen der Händler spülen. Aus unserer Sicht hat der Bund, unter Führung des SPD-Finanzministers, mit dem Kindergeld-Bonus und Soforthilfen genügend wirtschaftliche Anreize bereitgestellt. Ob sich der Erfolg des Marburg Stadtgelds auf Ahrensburg mit völlig anderer Einwohner- und Handelsstruktur übertragen lässt, ist zweifelhaft. Sicher ist hingegen, und das zeigen sämtliche Statistiken und Erhebungen, wie sie etwa der Handelsverband Deutschlands (HDE) publiziert, dass Innenstädte einen Strukturwandel durchlaufen. Das sieht auch der Deutsche Städtetag so, der ganzheitliche Konzepte oben auf die Agenda stellt. Es gelte, “Gewerbe und Wohnen, kulturelle Vielfalt und wirtschaftliche Angebote in den Innenstädten verträglich zu vereinen”. Das Konzept für ein Stadtmarketing für Ahrensburg, das seinerzeit gerade von den Fraktionen abgelehnt wurde, die sich für das Stadtgeld stark machen, wäre ein erster Schritt gewesen.

Wir müssen jetzt Wege finden, unsere Innenstadt weiterhin nachhaltig attraktiv zu gestalten. Ein Konzept entwickeln, das auch dann funktioniert, wenn der Online-Handel weiter wächst. Digitalisierung ist dabei ein wichtiger Teilaspekt. Die SPD lädt alle Beteiligten zu einem runden Tisch ein. Was auch immer wir für unsere Innenstadt tun. Es wird Geld kosten. Geld, das uns vielleicht nach der Ausgabe der Gutscheine fehlen wird

Stephan Lamprecht, SPD , Ahrensburger Stadtverordneter
und Mitglied im Finanzausschuss
 

01.10.2020 in Abgeordnete

Mahnmal für die Opfer des Kolonialismus in Ahrensburg

 

Die Teilnehmer*innen (v.l.): Patricia Nnadi , Kollektiv afrodeutscher Frauen Schleswig-Holstein, Prof. Dr. Bea Lundt, University of Education Winneba, Ghana und Tobias von Pein, SPD-Landtagsabgeordneter Stormarn.

"Die Aufarbeitung des kolonialen Erbes ist ein notwendiger Teil der Diskussion um heutigen Rassismus...", Tobias von Pein, MdL

Am Mittwochabend trafen sich die Wissenschaftlerin Prof. Dr. Bea Lundt, die Aktivistin Patricia Nnadi und der Landtagsabgeordnete Tobias von Pein zu einer Diskussionsrunde mit dem Titel „Schatten über dem Schloss“ in der Stadtbücherei Ahrensburg. Veranstalter war die Friedrich-Ebert-Stiftung. Diskutiert wurden die Fragen: Wie und wo lebt die koloniale Vergangenheit in Ahrensburg und anderen Orten fort?

Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass die Vergangenheit und die Gegenwart enge Bezüge zueinander aufweisen und eine Trennung zwischen vergangenem Kolonialismus und aktuellem Rassismus nicht haltbar sind. „Die Aufarbeitung des kolonialen Erbes ist ein notwendiger Teil der Diskussion um heutigen Rassismus. Dieser hat eine seiner Wurzeln im Denken europäischer Eroberer und Gelehrter. Daher braucht es eine breite Debatte in unserer gesamten Gesellschaft aber auch konkret vor Ort“, sagt der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein. „Das Thema ist so wichtig, dass es präsent für alle sichtbar sein muss: Es muss in der Schule stärker behandelt werden, es muss an Orten mit Bezügen zur Kolonialgeschichte sichtbar sein – also auch in Ahrensburg. Deshalb fordere ich ein Mahnmal für die Opfer von Sklavenhandel und Kolonialismus. Dies könnte als eine Art Gegendenkmal auf dem Schlossgelände an die Schattenseiten von Heinrich Carl Schimmelmann erinnern.“

 

 

20.09.2020 in Kommunalpolitik

SPD Fraktion: Antrag zur Verkehrsberuhigung im Hagen

 

Der Antrag der SPD Fraktion für den Bau- und Planungsausschuss vom 02. September 2020 beinhaltet:

  • Den Kreisverkehr Brauner Hirsch/Dänenweg nach Norden zu verschieben. Die bestehenden Bushaltestellen werden versetzt, so dass ein Grunderwerb vermieden wird, der Busüberlieger fällt weg.
  • Die Einmündung Brauner Hirsch/Am Kratt wird zu einem dreiarmigen Kreisverkehr umgebaut. Dabei soll der Eingriff in die bestehende Baum- und Knickstruktur so gering wie möglich gehalten werden, z.B. durch „Verschwenkung“ des Knicks. Ein Busüberlieger soll eingerichtet werden.

Die SPD Fraktion rechnet mit Kosten in Höhe von 1,5 Millionen €. Dass die „Südtangente“ eine Wahlkampf-Nullnummer wird, hatte die SPD Fraktion schon vor und während des Kommunalwahlkampfes 2018 prognostiziert.  Nachdem die“ CDU- Südtangente“ scheiterte, wurde den Anwohnern der Stadteile Siedlung Am Hagen und Ahrensfelde  fraktionsübergreifend zugesagt, verkehrsberuhigenden Maßnahmen zu ergreifen.  Nun setzt sich die SPD Fraktion für den schnellen Umbau des bestehenden Kreisels und für den Neubau ein.

„Das Zusammenspiel des geplanten Kreisverkehrs Brauner Hirsch/Am Kratt und eines „echten“ Kreisverkehrs Brauner Hirsch/Dänenweg, wäre die zentrale Maßnahme, um eine effektive Verkehrsberuhigung  zu erreichen.“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Markus Kubczigk, der den SPD-Antrag formuliert und Anfang September in den Bau- und Planungsausschuss eingebracht hat.

 

19.09.2020 in Abgeordnete

Wie geht es dem Einzelhandel in Ahrensburg?

 

Am Montag habe ich mir einen Eindruck von der wirtschaftlichen Lage in der Innenstadt von Ahrensburg verschafft. In verschiedenen Läden fragte ich nach, wie sich die Corona-Maßnahmen auf den Alltag der Geschäfte ausgewirkt hat und wie die derzeitige Lage eingeschätzt w

Es ist ein sehr gemischtes Bild. Erfreulich ist, dass viele meiner Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner wirtschaftlich auf einem guten Weg sind. Zum Teil konnte sie sogar das Vorjahresniveau erreichen. Bei anderen sind die Sorgen nach wie vor groß. Einige Entscheidungen der Politik aus der Anfangsphase stießen auf Kritik: Warum eine Drogerie Bücher verkaufen durfte, aber ein Buchladen schließen musste, wurde ich gefragt. Das ist in der Tat schwer vermittelbar. Die Politik muss daraus lernen.

Auf der Tour in der Innenstadt von Ahrensburg habe ich einige Läden und Gewerbe besucht und mich über die Auswirkungen von Corona informiert (© Bild: Tobias von Pein).

Auf meiner Tour konnte ich auch Neues lernen: Die Erkenntnis, dass die fehlenden Party- und Veranstaltungsangebote offenbar einen Einfluss auf den Umsatz von Friseurläden haben, war mir neu aber ist plausibel. Aber nicht nur die „Styling-Branche“ leiden unter den Einschränkungen im Bereich der Kultur- und Veranstaltungsbranche – hierzu zählen beispielswiese auch Messen. Es wird noch einmal deutlich, dass wir diesen Bereich unserer Wirtschaft weiter im Blick haben müssen: Viele weitere Branchen sind eng verbunden mit dem Kultur- und Veranstaltungsbereich.

 

16.09.2020 in Veranstaltungen

Schatten über dem Schloss- 30.09.20, 19 Uhr, Stadtbücherei

 

FES-Einladung: Welcher Umgang mit der kolonialen Vergangenheit?

Tausende Menschen gehen derzeit in den USA und weltweit auf die Straßen und fordern ein Ende des institutionellen und alltäglichen Rassismus. Dabei fallen Denkmäler von rassistischen Generälen und Kolonialherren. Die Debatte um die koloniale Vergangenheit wird auch in Deutschland  seit einigen Jahren zumeist unter Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen oder im Feuilleton geführt. Dabei berühren die Diskussionen die Gesamtgesellschaften genauso wie die eigene Stadt. In vielen Orten finden sich Spuren der kolonialen Zeitalter in Straßennamen, Denkmälern, Bezeichnungen von Plätzen und Räumen wieder. Die Sprache und die öffentlichen Diskurse bestimmen die Bilder von Siegen und Niederlagen, von Opfern und Tätern. Wie sollen wir also umgehen mit dem kolonialen Erbe im Stadtbild und in den Köpfen vieler Menschen? Sollen Orte umbenannt oder in den Kontext gesetzt werden und wenn ja, nach welchen Maßstäben? Und reichen Umbenennungen aus oder geht es nicht viel tiefer? An welchen Stellen, in welchen Strukturen und Ideen lebt die Kolonialzeit fort? Was wollen, was müssen wir ändern?

Darüber diskutieren

- Prof. Dr. Bea Lundt, University of Education Winneba (Ghana)

- Patricia Nnadi, Kollektiv afrodeutscher Frauen Schleswig-Holstein

- Tobias von Pein, MdL, rechtsextremismuspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

Bitte melden Sie sich an unter https://www.fes.de/lnk/3wb

 

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22.10.2020 08:59 Kunst und Kultur in der Pandemie: Ermöglichen, erhalten, sichern.
Angesichts der Debatten über neuerliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erklärt Carsten Brosda, Vorsitzender des Kulturforums der Sozialdemokratie: Wir alle müssen jetzt dazu beitragen, möglichst viel Kunst und Kultur heute zu ermöglichen, mittelfristig abzusichern und langfristig krisenfest zu machen. Überall auf der Welt befinden sich Gesellschaften im Kampf gegen die Corona-Pandemie in einer

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