„Gerade jetzt heißt es einmal mehr hinzuschauen!“

Veröffentlicht am 30.04.2020 in Abgeordnete

Zum Tag der gewaltfreien Erziehung am 30.04.2020 fordert der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias von Pein, Kinder in der Corona-Krise zu schützen und sie in den Fokus der Debatte zu rücken.

„Gewalt hat nie etwas in der Erziehung zu suchen“, sagt der kinder- und jugendpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Tobias von Pein. Dabei kann Gewalt auf viele Arten auftreten – körperlich, seelisch oder sexualisiert. Zu dieser zählen auch passive Formen wie Vernachlässigung. „Egal auf welche Art Kinder um ihr Recht auf ein gewaltfreies Aufwachsen gebracht werden, wir dürfen das niemals tolerieren. Das gilt für uns alle. Wenn es einen begründeten Verdacht gibt, gilt es einzuschreiten“, so von Pein.

Telefon-Beratung bei Sorgen und Nöten (Nummer gegen Kummer e.V.)

Kinder- und Jugendtelefon  0800 111 0 333 – Beratungszeiten: Mo- Sa: 14-20 Uhr

Das Elterntelefon 0800 111 0 550 –Beratung: Mo-Fr  9 - 11, Di + Do 17 - 19 Uhr

„Dieser Tage ist es besonders wichtig, nicht wegzuschauen“, betont der SPD-Abgeordnete aus Stormarn. Durch die Corona-Pandemie sind derzeit alle Familien hohen Belastungen ausgesetzt. „Da besteht schneller mal die Gefahr, dass bei den Erwachsenen eine Sicherung durchbrennt – aber das darf nicht passieren“. Er verweist ausdrücklich auf Hilfsangebote wie die „Nummer gegen Kummer“ für Kinder und Eltern. Wo es zu Gewalt kommt, stehen Nachbarn und Freunde in der Verantwortung, im Zweifel Hilfe zu holen. Zu den aktuellen politischen Debatten meint von Pein: „Ich unterstütze die Forderung des Deutschen Kinderschutzbundes ausdrücklich, die Bedürfnisse der Kinder in den Fokus zu rücken.“ Kinderrechte sind um ein Vielfaches wichtiger als Debatten um verkaufsoffene Sonntage oder die Aufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga, meint der bekennende Fußballfan.

Hintergrund: Seit dem Jahr 2000 gilt in Deutschland das Recht auf gewaltfreie Erziehung. Den Tag der gewaltfreien Erziehung gibt es in Deutschland bereits seit 16 Jahren. Er verweist darauf, dass es eine gesellschaftliche Aufgabe ist, Kindern ein gewaltfreies Heranwachsen zu ermöglichen.

 
 

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